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10.07.18 19:58

Pokalschießen und Ligarunde online

Die Ausschreibungsunterlagen für das Pokalschießen 2018 in den Schießleistungszentren der DSU,...


Schwarzpulverschießen in der DSU


Nun sind sie angekommen, die „großen Sachen“ mit Blitz, Donner und ganz viel Pulverqualm, die Kanoniere des VDSK


Ein Schützenverein oder Verband ist mehr als eine Feiergemeinschaft oder Fetenclique und unterscheidet sich grundlegend von anderen Vereinen. Diese Tatsache resultiert aus der Herkunft des Schützenwesens, dessen erste Vereine sich bereits um Anno 1300 gegründet hatten, um schwere Aufgaben dieser Zeit zu bewältigen.
In der Form von Bürgerwehren schafften die Schützengilden eine Abwehr gegen feindliche Krieger, Plünderer und Straßenräuber.

Brauchtum und Tradition ist gelebte Überzeugung und stößt vielfach – meist aus Unkenntnis, oder durch Vorurteile - auf Ablehnung und Unverständnis.
Bräuche sollen uns helfen, uns auf unsere Wurzeln zu besinnen, und Gutes und Bewährtes zu erhalten. Wichtig ist es, den Sinn des Schützenwesens in seinem Ursprung zu erhalten.
Bräuche und Traditionen ändern sich im Wandel der Zeiten, dürfen aber nicht ihrer Wurzeln, und ihres Inhalts beraubt werden - sonst wird das Ganze eine Hülle ohne Inhalt... und damit für die Mitglieder wertlos.
Es geht also darum, die Werte, welche das Schützenwesen auszeichnen, wie z.B. Soziales, Kameradschaft, Miteinander, Respekt, Geben und Nehmen, zu erhalten und zu fördern.
Das Drumherum ist einem Wandel unterworfen und den Gegebenheiten der Zeit anzupassen.

Wer sich dem Schießen mit Schwarzpulver Vorderlader-Kanonen und Böllerkanonen verschrieben hat, pflegt den Umgang mit dem ursprünglichsten Typ der Feuerwaffe, dessen Entwicklungsgeschichte genauso fasziniert, wie die der Hand- und Faustfeuerwaffen.
Dass die allerersten Anfänge der Kanonen darüber hinaus irgendwo im Dunkeln des 14. Jahrhunderts verborgen blieben, macht die Sache noch interessanter. Das ein Schießen mit originalen Kanonen heute kaum noch durchführbar ist, liegt wohl auf der Hand. Der heutige Kanonier ist daher von vornherein auf Modelle angewiesen.
Einige meinen zwar, dass das sportliche Wettkampfschießen mit Modellkanonen eine „Nische“ im Schießsport sei. Das mag schon sein, aber diese so genannte „Nische“, ist erlebbares Brauchtum der alten Büchsenmeister, welches wir versuchen, durch unser Hobby weiter zu erhalten und zu pflegen.

Das Schießen mit Modellkanonen ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern entspringt aus einer sehr alten Gepflogenheit. Die Stückgießer und Geschützbauer im Mittelalter führten den Fürsten und Stadtherren die Modelle ihrer Kanonen visuell und praktisch vor. Das bedeutete, sie mussten den äußeren Eindruck und auch die Treffsicherheit der danach zu gießenden Originalgeschütze an einem Modell demonstrieren, das leicht transportiert werden konnte. Bereits 1507 wurde in Nürnberg ein Wettkampf zwischen den Büchsenmeistern und Handwerkern ausgetragen.

Interesse bekommen? Dann schaut doch einmal unter www.vdsk.eu bei uns rein.